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Discountzertifikate

Was sind Discountzertifikate?

Discountzertifikate gehören zu den wenigen börsennotierten Wertpapieren, die selbst dann Gewinne verbuchen können, wenn die zugrunde liegenden Aktien stagnieren oder vielleicht sogar an Wert verlieren. Wie ist das möglich? Das Zertifikat notiert auf einem Wertpapier, auf das der Käufer einen Rabatt (Discount) erhält. Allerdings ist ein Gewinn nur bis zu einer definierten Obergrenze (Cap) möglich. D.h. selbst wenn das Basispapier weit über dem Ausgabepreis des Zertifikats liegt, wird der Gewinn des Papiers nur bis zum Cap an den Besitzer weitergegeben.


Allerdings gewinnt der Besitzer des Discountzertifikats, solange das Basispapier über dem Ausgabepreis des Zertifikats notiert. In bestimmten Grenzen ist es also durchaus möglich, dass das Basispapier sukzessive abbaut, das Zertifikat jedoch Gewinne schreibt. Nur wenn die Aktie stetig über der Obergrenze des Discountzertifikats notiert, empfiehlt sich die direkte Investition in den Basiswert, also z.B. in die Aktie. Discountzertifikate können als Basiswerte u.a. Aktien, Aktienkörbe, Anleihen oder Wertpapierindizes haben und weisen gewisse Analogien zu Aktienanleihen auf. Hierzu gehören begrenzte Laufzeit wie Gewinnmöglichkeit, der Totalverlust, der fehlende Anspruch auf Dividenden, bestehende Gewinnchancen bei stagnierenden Kursen, fehlende Kapitalgarantie usf.

Risikovarianten beim Discountzertifikat

Der Anleger kann bei der Investition in Discountzertifikate in der Regel zwischen drei Risikovarianten entscheiden:

"Out-of-the-money"-Produkte: Hier liegt der Cap etwa bis zu 10% über dem Basiswert. Der Anleger rechnet mit einem leichten bis moderaten Anstieg des Basiswerts, womit sich der Gewinn des Discountzertifikats unmittelbar an der Entwicklung des Basiswerts orientiert. Als Nachteil wäre hier der geringe Risikopuffer zu nennen.

"At-the-money"-Produkte: Liegt der Cap in etwa beim aktuellen Basiswert, ist eine Kurssteigerung des Basispapiers nicht mehr relevant, da das Discountzertifikat nicht mehr daran partizipiert. In diesem Fall genügt es also, wenn der Basiswert näherungsweise gleichbleibt.

"In-the-money"-Produkte: Hier liegt der Basiswert - bis zu etwa 10% - über dem Cap des Discountzertifikats. Der Basiswert kann in bestimmten Grenzen nachlassen, wobei Gewinn des Zertifikats noch möglich sind. Diese Variante hat den größten Risikopuffer.

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